Kurzauswertung der Konferenz „Demokratie gestalten – politische Bildung für Treptow-Köpenick“

Am 15. Juni 2016 fand im FEZ Berlin die Demokratiekonferenz der Partnerschaften für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des BMFSFJ für den Bezirk Treptow-Köpenick statt. Der Einladung zur Konferenz folgten über 70 Teilnehmer_innen.

ov demokonigelBezirksbürgermeister Oliver Igel eröffnete als Schirmherr die Veranstaltung mit einer klaren Rede gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Ihm folgte der Stadtrat für Jugend und öffentliche Ordnung, Michael Grunst, welcher die Relevanz politischer Bildung in der Migrationsgesellschaft hervorhob. Lisa Gutsche, Projektleiterin des Zentrums für Demokratie, betonte in ihrem Input die Wichtigkeit politischer Bildung zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und einer demokratischen Streitkultur, die sich klar gegen Diskriminierung stellt.

Am Vormittag wurden in World-Café-Phasen unterschiedliche Themengebiete von der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus bis hin zu Methoden politischer Bildungsarbeit von den Teilnehmer_innen diskutiert. Während der Mittagspause gab es Zeit für den Austausch über die Inhalte in kleineren Runden. Am Nachmittag wurden in drei verschiedenen Workshops konkrete Perspektiven und Ziele für politische Bildungsarbeit im Bezirk erarbeitet.                                                                                                 Bild: Steffen Sambill

In dem Workshop „Kinder und Jugendliche als Zielgruppe politischer Bildung“ wurde sich dafür ausgesprochen, einen Runden Tisch „Politische Bildung“ einzurichten, welcher die Debatten aus der Konferenz aufgreift und einen geeigneten Maßnahmeplan für die zukünftige Arbeit im Bezirk entwickelt. Darüber hinaus wurde ein fachlich übergreifender Austausch gewünscht, der eine überregionale Vernetzung ermöglicht und in welchem neue Formen der Partizipation gemeinsam entwickelt werden können.

Für die Zielgruppe „Erwachsene“ wurde als Ziel festgelegt, eine Übersicht über die Angebote im Bezirk zu erstellen, um diese für die Bürger_innen sichtbarer zu machen. Es sollen auch weitere Strategien zu niedrigschwelligen Angeboten diskutiert werden. Zudem wurde eine Aufstockung der finanziellen und zeitlichen Ressourcen für politische Bildungsarbeit im Bezirk gefordert. Auch hier zeigt sich zudem ein Wunsch nach stärkerer Vernetzung der Akteur_innen. Für die weitere Arbeit zur politischen Bildung soll die neue Agenda2030 und die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie-Ausgabe 2016 beachtet werden.

Demokratiekonferenz06 16In der Zielgruppe „Multiplikator_innen“ sprachen sich die Teilnehmer_innen für eine stärkere Vernetzung und Verbindlichkeit als Ziele aus. Zusätzlich sollen die Sichtbarkeit von Projekten erhöht und Aktivitäten über den professionellen Rahmen hinaus fortgeführt werden. Es wurde hier der Wunsch aufgegriffen, dass Führungskräfte für menschenfeindliche Einstellungen sensibilisiert sind und es als ihre Aufgabe begreifen, dies auch für ihre Mitarbeiter_innen anzustreben, um dagegen aufzutreten.

Insgesamt bewertet die Vorbereitungsgruppe die Konferenz als vollen Erfolg und dankt allen Teilnehmer_innen für ihre Anwesenheit und Mitwirkung. Die in der Konferenz erarbeiteten Ziele sollen in verschiedener Form aufgegriffen und fortgeführt werden. Konkret ist die Ausrichtung eines überregionalen Vernetzungstreffens zum Thema Jugendbeteiligung im Bezirk geplant. Am 28. September wird außerdem ein erstes offenes Treffen des neugegründeten „Runden Tischs Politische Bildung“ stattfinden. Eine Akteurs-Übersicht auf Seiten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick soll zu mehr Transparenz bei der Sichtbarkeit von Projekten und Angeboten beitragen.

 

Detaillierte Auswertung der Konferenzergebnisse [124 KB]

Input "Politische Bildung in Zeiten menschenfeindlicher Mobilisierungen" [402 KB]

Das Fotoprotokoll [ca. 1,2 MB] können wir bei Anfrage gerne per E-Mail verschicken.

 

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