Bewerbung auf Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie in Treptow-Köpenick und Schöneweide startet erneut

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend können sich erneut Initiativen, Runde Tische, Vereine, Jugend- und Freizeiteinrichtungen bewerben, um 2016 demokratiefördernde Projekte, Veranstaltungen oder Aktionen in den Fördergebieten Treptow-Köpenick und Schöneweide umzusetzen. Hierfür stehen pro Fördergebiet 20.000 Euro zur Verfügung.

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Werbeaktion zu Willkommenskultur mutwillig zerstört

20151208 125910 2Das Zentrum für Demokratie hat gemeinsam mit der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide, gefördert aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesfamilien- ministeriums, fünf großflächige Werbetafeln für den Zeitraum vom 4. bis 28. Dezember 2015 angemietet, um ein Zeichen für Willkommenkultur zu setzen.

Die Werbetafeln „Geflüchtete willkommen heißen – Kein Mensch ist illegal!“ sind in acht verschiedenen Sprachen bedruckt. Hiermit sollen geflüchtete und asylsuchende Menschen positiv angesprochen, aber auch der öffentliche Raum rund um den ehemaligen Angstraum am S-Bahnhof Schöneweide gegen rechtspopulistische und extrem rechte Bestrebungen besetzt werden.

20151208 124635Vier Tage nachdem die Plakate angebracht wurden, sind zwei von ihnen direkt am Busbahnhof Schöneweide komplett zerstört und niedergerissen worden. Ein weiteres Plakat am Großberliner Damm wurde mit rassistischen „Nein zum Heim“-Aufklebern beklebt. „Es ist zu vermuten, dass im Bezirk ansässige Neonazis und Rassisten sich durch die Plakate provoziert gefühlt und sie zerstört haben. Dies ist als ein Angriff auf ein Zeichen von Willkommenskultur im Stadtteil zu sehen“, so Hans Erxleben, einer der Sprecher des bezirksweiten Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz und das Zentrum für Demokratie verurteilen die Zerstörung der Werbeplakate. Eine Mitarbeiterin des Zentrums für Demokratie dazu: „Es war uns ein wichtiges Anliegen, die bestehende flächendeckende Willkommenskultur in Johannisthal und Schöneweide auch visuell zu unterstützen und in der Straßenlandschaft wahrnehmbar zu machen. Leider scheint diese Aktion nicht von allen positiv aufgenommen worden zu sein.“

Es ist ein Sachschaden von rund 1.500 Euro entstanden. Strafanzeige gegen Unbekannt wurde gestellt.

 

 

Bedrohliche Allianzen - Neonazis und rassistische Anwohner_innen vereint gegen Geflüchtete

Seit Herbst 2014 finden regelmäßig, teils mehrfach wöchentlich in Berliner Randbezirken rassistische Aufmärsche und Kundgebungen gegen Flüchtlingsunterkünfte statt. Waren es anfangs bis zu 1000 Teilnehmende, sind es mittlerweile meist nur noch wenige Dutzend. Dennoch: Von Entwarnung keine Spur, die aggressive Bedrohung und akute Gefährdung bleibt.

Berlin ist dabei nur ein Ort eines besorgniserregenden, bundesweiten Trends. Nicht nur Aufmärsche, auch rassistisch motivierte Bedrohungen, körperliche Angriffe, Sachbeschädigungen und Brandanschläge nehmen weiterhin zu. Dabei sind nicht immer nur organisierte Neonazis sondern auch rassistische Bürger_innen unter den Teilnehmenden und Täter_innen.

Am 8. Dezember findet hierzu eine Veranstaltung des Registers Treptow-Köpenick in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick im Zentrum für Demokratie statt. Hierbei soll zunächst ein aktueller Überblick zur Situation und Bedrohung in Berlin gegeben werden. Die anschließende Diskussion bietet die Möglichkeit, Handlungsoptionen zu entwickeln, um dem entgegenzuwirken.

Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen der apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V.

 

Wann: 8. Dezember 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin



Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

Völkischer Rassismus im poppig elitären Chick: „Die Identitären" - ein relevanter Akteur der extrem rechten Szene Berlins?

Neonazis, extreme Rechte und Antisemit_innen in Berlin und Treptow-Köpenick

Fast jede Woche tauchen Aufkleber der extrem Rechten Gruppierung "Die Identitären" in Treptow-Köpenick auf, NPD-Aufkleber mit darunter versteckten Klingen werden verklebt und im Allende-Viertel finden weiterhin jede Woche mindestens zwei rassistische Mahnwachen statt.

Mit mehreren Veranstaltungen möchte das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick in Kooperation mit dem Register Treptow-Köpenick sowie der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick über extrem Rechte und neonazistische Mobilisierungen und Aktionen im Bezirk und Berlinweit informieren. Beginnen wird die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag über die Gruppierung "Die Identitären".

Nachdem sie in anderen Regionen schon länger präsent waren, treten seit einigen Monaten auch in Berlin „Die Identitären" als neue extrem rechte Organisationsform in Erscheinung. Waren es anfänglich nur Aufkleber und Flyer, die auf sie aufmerksam machten, inszenieren sich „Die Identitären" mittlerweile bei Bärgida als ständiger Akteur. Darüber hinaus versuchen sie mit eigenen (Stör-)Aktionen und popkultureller wie elitärer Ästhetik in den öffentlichen Diskurs um Migrations- und Flüchtlingspolitik zu intervenieren. Sie präsentieren sich intellektuell und sind inhaltlich auf einen klaren vor allem islam- und migrationsfeindlichen völkischen Rassismus festgelegt.

In diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion soll vor allem den Fragen nachgegangen werden: Wer sind „Die Identitären"? Welche Inhalte verfolgen sie? Haben sie eine nennenswerte Bedeutung innerhalb der extrem rechten Szene Berlins?

Referent: Frank Metzger (Mitarbeiter und Bildungsreferent des apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.)

Wann: 17. November 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

 

weitere Termine:

Antisemitische Ausdrucksformen im Kontext der "Montagsmahnwachen für den Frieden"

Wann: 24. November 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

Referent: Benjamin Steinitz (leitet seit Januar 2015 die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) beim Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V.)

 

Bedrohliche Allianzen - Neonazis und rassistische Anwohner_innen vereint gegen Geflüchtete

Wann: 08. Dezember 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

Referent_innen: Mitarbeiter_innen der apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

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