Bedrohliche Allianzen - Neonazis und rassistische Anwohner_innen vereint gegen Geflüchtete

Seit Herbst 2014 finden regelmäßig, teils mehrfach wöchentlich in Berliner Randbezirken rassistische Aufmärsche und Kundgebungen gegen Flüchtlingsunterkünfte statt. Waren es anfangs bis zu 1000 Teilnehmende, sind es mittlerweile meist nur noch wenige Dutzend. Dennoch: Von Entwarnung keine Spur, die aggressive Bedrohung und akute Gefährdung bleibt.

Berlin ist dabei nur ein Ort eines besorgniserregenden, bundesweiten Trends. Nicht nur Aufmärsche, auch rassistisch motivierte Bedrohungen, körperliche Angriffe, Sachbeschädigungen und Brandanschläge nehmen weiterhin zu. Dabei sind nicht immer nur organisierte Neonazis sondern auch rassistische Bürger_innen unter den Teilnehmenden und Täter_innen.

Am 8. Dezember findet hierzu eine Veranstaltung des Registers Treptow-Köpenick in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick im Zentrum für Demokratie statt. Hierbei soll zunächst ein aktueller Überblick zur Situation und Bedrohung in Berlin gegeben werden. Die anschließende Diskussion bietet die Möglichkeit, Handlungsoptionen zu entwickeln, um dem entgegenzuwirken.

Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen der apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V.

 

Wann: 8. Dezember 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin



Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

Völkischer Rassismus im poppig elitären Chick: „Die Identitären" - ein relevanter Akteur der extrem rechten Szene Berlins?

Neonazis, extreme Rechte und Antisemit_innen in Berlin und Treptow-Köpenick

Fast jede Woche tauchen Aufkleber der extrem Rechten Gruppierung "Die Identitären" in Treptow-Köpenick auf, NPD-Aufkleber mit darunter versteckten Klingen werden verklebt und im Allende-Viertel finden weiterhin jede Woche mindestens zwei rassistische Mahnwachen statt.

Mit mehreren Veranstaltungen möchte das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick in Kooperation mit dem Register Treptow-Köpenick sowie der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick über extrem Rechte und neonazistische Mobilisierungen und Aktionen im Bezirk und Berlinweit informieren. Beginnen wird die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag über die Gruppierung "Die Identitären".

Nachdem sie in anderen Regionen schon länger präsent waren, treten seit einigen Monaten auch in Berlin „Die Identitären" als neue extrem rechte Organisationsform in Erscheinung. Waren es anfänglich nur Aufkleber und Flyer, die auf sie aufmerksam machten, inszenieren sich „Die Identitären" mittlerweile bei Bärgida als ständiger Akteur. Darüber hinaus versuchen sie mit eigenen (Stör-)Aktionen und popkultureller wie elitärer Ästhetik in den öffentlichen Diskurs um Migrations- und Flüchtlingspolitik zu intervenieren. Sie präsentieren sich intellektuell und sind inhaltlich auf einen klaren vor allem islam- und migrationsfeindlichen völkischen Rassismus festgelegt.

In diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion soll vor allem den Fragen nachgegangen werden: Wer sind „Die Identitären"? Welche Inhalte verfolgen sie? Haben sie eine nennenswerte Bedeutung innerhalb der extrem rechten Szene Berlins?

Referent: Frank Metzger (Mitarbeiter und Bildungsreferent des apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.)

Wann: 17. November 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

 

weitere Termine:

Antisemitische Ausdrucksformen im Kontext der "Montagsmahnwachen für den Frieden"

Wann: 24. November 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

Referent: Benjamin Steinitz (leitet seit Januar 2015 die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) beim Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V.)

 

Bedrohliche Allianzen - Neonazis und rassistische Anwohner_innen vereint gegen Geflüchtete

Wann: 08. Dezember 2015 | ab 18 Uhr

Wo: Zentrum für Demokratie | Michael-Brückner-Str. 1 / Spreestr. | 12439 Berlin

Referent_innen: Mitarbeiter_innen der apabiz - antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

Willkommen auf Deutsch?

Filmvorführung "Willkommen auf Deutsch" und Podiumsdiskussion

Am 4. November 2015 - 17:30 Uhr - führt das Zentrum für Demokratie zusammen mit der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, gefördert aus den Mitteln des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des BMFSFJ eine Film- und Diskussionsveranstaltung im Kino Union in Friedrichshagen durch.

WAD Plakat 72dpi rgb

Der Dokumentarfilm WILLKOMMEN AUF DEUTSCH zeigt die Probleme, die durch die stetig wachsenden Flüchtlingszahlen entstehen und setzt bei den Menschen, ihren Sorgen und Vorurteilen in der bürgerlichen Mitte an: Im Landkreis Harburg, der sich zwischen der Lüneburger Heide und Hamburg erstreckt und wo geflüchtete Menschen untergebracht werden sollen. Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet der Film Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der Landkreisverwaltung – stellvertretend für die 295 Landkreise bundesweit. WILLKOMMEN AUF DEUTSCH ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

„Wir freuen uns, in Kooperation mit dem Kino Union Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich über Willkommenskultur auszutauschen und diese wichtige Dokumentation zu sehen“, so Denny Schlüter, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick. „Eine starke Willkommenskultur ist notwendig, um rassistischen und extrem rechten Mobilisierungen entgegenzuwirken, welche sich gegen geflüchtete und asylsuchende Menschen richten“, so Schlüter weiter.

Nach dem Film (ab 19 Uhr) gibt es die Möglichkeit, über Willkommenskultur in Treptow- Köpenick zu sprechen. Auf dem Podium werden

- Matthias Schmidt (MdB),

- Klaus Bürkmann-Gehrlein (Unterstützerkreis Rahnsdorf/ Rahnsdorf hilft) und

- Simran Sodhi (Integrationslotsin Treptow-Köpenick)

die aktuelle Situation betrachten und aus ihrer eigenen Praxis berichten.

 

Die Filmvorführung und die anschließende Diskussionsrunde sind kostenfrei.

4. November 2015 // 17:30Uhr // Kino Union // Bölschestraße 69 // 12587 Berlin

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.