Erfolgreiches „Fest für Demokratie und Toleranz“ von Bedrohung durch Neonazi überschattet

Pressemitteilung des Zentrums für Demokratie Treptow-Köpenick

23.Mai 2017

 

Am Samstag, dem 20. Mai 2017, fand zum 13. Mal das „Fest für Demokratie und Toleranz“ in der Schnellerstraße in Berlin-Schöneweide statt. An mehr als 40 Ständen präsentierten sich Vereine, Organisationen und Nachbarschaftsinitiativen aus Treptow-Köpenick. Für das kulturelle Programm und die musikalische war durch zwei Bühnen gesorgt.Nach dem Fest kam es beim Abbau der Stände zu einer Bedrohung von Personen in der Schnellerstraße Ecke Spreestraße, die einen größeren Polizeieinsatz nach sich zog.

Nach dem Zeigen eines Hitlergrußes aus einer Gruppe von vier Personen wurde diese von einer engagierten Person aus der Zivilgesellschaft aufgefordert, dies zu unterlassen. Hierbei kam es erneut zum Zeigen eines Hitlergrußes. Ein Mitarbeiter des Zentrums für Demokratie sagte laut, dass er nun die Polizei rufen würde. Daraufhin kam der Neonazi-Rocker auf den Mitarbeiter zu und drohte: "Ich zeig dir noch was ganz anderes". Während er das sagte, griff er mit seiner rechten Hand in die linke Innenseite seiner Jacke. Es entstand der Eindruck, dass der Neonazi-Rocker eine Waffe ziehen könnte. Um die Person auf Abstand zu halten, warf der Mitarbeiter eine Flasche vor die Füße des Neonazi-Rockers und schrie ihn an, dass er weg bleiben sollte. Daraufhin zog sich der Neonazi-Rocker mit dem Rest seiner Gruppe in die Kneipe "Balla Balla" in der Spreestraße zurück. Die Polizei bestätigte die Bedrohungssituation und forderte Verstärkung an, um die Tatverdächtigen zu ermitteln. Diese hatten sich jedoch bereits aus der Kneipe entfernt.

„Wir sind entsetzt darüber, dass Mitarbeiter von uns, die sich seit Jahren für demokratische Kultur im Stadtteil stark machen, Angst um ihr Leben haben müssen“, so Birgit Hannemann, Geschäftsführerin vom Verein offensiv’91 e.V., der das Fest seit Jahren anmeldet. „Dieser Vorfall zeigt, dass es noch immer wichtig und notwendig ist, gegen Angsträume in Schöneweide und rechtsextremes Gedankengut vorzugehen. Hier sind alle demokratischen Akteure im Bezirk gefragt. “Es wurde durch den Betroffenen Anzeige wegen des Zeigens verfassungswidriger Symbole und der Bedrohung gestellt.

 

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Birgit Hannemann
offensiv’91 e.V. - Geschäftsführung
Tel.: 030 | 631 60 63

 

http://www.zentrum-für-demokratie.de/index.php/aktuelles/127-pressemitteilung-erfolgreiches-fest-fuer-demokratie-und-toleranz-von-bedrohung-durch-neonazi-ueberschattet

 

 

„Respekt, Wertschätzung und Partizipation!“

Mit diesen Worten überschrieben die Studierenden Maxi Krüger, Agnes Wagner und Tobias Trißl ihr Fotoprojekt, die die Grundlage der Zusammenarbeit mit den Bewohnern des „Haus Schöneweide“ bildeten.


Die nun ab 16.05.2017 bis 25.06.2017 gezeigte Fotoausstellung mit über zwei Dutzend ausdrucksstarken Bildern entstand im Rahmen des Studienschwerpunkts „Stadtteilorientierte Soziale Arbeit“ im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin in Kooperation mit dem Haus Schöneweide und dem Brückeladen (beide GEBEWO Soziale Dienste Berlin gGmbH).

Respekt Wertschätzung und Partizipation Bild: Tobias Trißl

Ziel war es ein Projekt gemeinsam mit obdachlosen und/oder suchterkrankten Menschen durchzuführen, das Vorurteile abbaut und dadurch mehr Kontakte zwischen Bewohnern des Haus Schöneweide und der unmittelbaren Nachbarschaft herstellt/knüpft.


Maxi Krüger, Agnes Wagner und Tobias Trißl gewannen mit der Unterstützung Frau Richters (Leitung Haus Schöneweide) sogenannte „Kiezperten“, die Maxi, Agnes und Tobias für das Projekt begleiteten und ihnen den Bezirk aus verschiedenen - aus ihren! - Blickwinkeln vorstellten. Maxi, Agnes und Tobias trafen hierbei u.a. auf Nico Herrmann, der Enten liebt und ca. 800! Enten, vorwiegend in Form von Kuscheltieren, in seinem Zimmer beherbergt. Sie lernten aber auch Willi Stürmer kennen, der für sein Leben gern läuft und regelmäßig an der wöchentlichen Laufgruppe durch die Wuhlheide teilnimmt.


Ausgestattet mit einer Digitalkamera, einer Polaroid-Kamera und einer alten Filmkamera begleiteten Maxi, Agnes und Tobias über Wochen, jeden Dienstag, Nico Herrmann, Willi Stürmer und Andy Droma, um gemeinsam den Sozialraum Schöneweide zu erkunden und diese Erkundungen bildlich festzuhalten. Von Anfang an sollte das Projekt keine Sightseeingtour sein. Vielmehr sollte es den Lebensraum der teilnehmenden Bewohner aus dem Haus Schöneweide widerspiegeln, Einblicke in ihre Alltagstrukturen und der für sie bedeutenden Orte gewähren.
Auf ihrer „Tour“ durch den Kiez trafen sie jedoch nicht nur auf neu entdeckte Ecken, sondern kamen ins Gespräch. So auch mit Menschen aus der Nachbarschaft, die wie Nico Herrmann, Willi Stürmer und Andy Droma zu den Orten und ihrem Umfeld viel zu erzählen haben - Geschichten aus ihrem Alltag vor der Wende zum Beispiel, aus der Zeit, „wo nüscht wirklich toll, aber irjendwie allet bessa“ war. Einer Zeit, in der sie noch direkt in ihrem Kiez einer Arbeit nachgegangen sind, ohne lange Fahrtzeit und ohne Sorgen, ob das Geld am Monatsende für die Miete reicht. Sie erzählen einem, welche Läden wo und wie lange waren und das „ditt mit den Supermärkten ja ooch keene Lösung“ sei. Sie berichten jedoch auch, wie sich die Welt um sie herum verändert hat, „Weil früha warn wa ne Jemeinschaft und heute is man so anonym“.


Respekt, Wertschätzung und Partizipation – das waren die elementaren Stichworte bei der Findung des Projektes. Auch Nico Herrmann hat am Ende noch ein ganz besonderes Anliegen und einen Wunsch, den er mit dem Fotoprojekt verbindet: Er findet es schade, dass das „Haus Schöneweide“ den Ruf als „Alkoholiker-Haus“ hat und das die Menschen aus der Nachbarschaft die betrunkenen Menschen vom Bahnhof-Schöneweide stets mit den Bewohnern des Wohnheims gleichstellten oder das „Haus Schöneweide“ als „das gelbe Elend“ titulierten. Nico möchte durch die Fotos, die während der Touren entstanden, den außenstehenden Menschen zeigen, wie schön das Haus Schöneweide von innen aussieht und wie unterschiedlich und engagiert die Bewohner sind. Diesem Wunsch Nicos, dieses Bild der Öffentlichkeit zu zeigen, möchten wir mit der nun präsentierten Ausstellung gern erfüllen.
In diesem Sinne, machen Sie sich ein eigenes Bild!

 

Die Fotoausstellung wird untersützt durch den Initiativfonds der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick.

Für Rückfragen steht Ihnen Robert Ringel (Abteilung Gesundheit und Umwelt, QPK, Suchthilfekoordination Treptow-Köpenick), Tel.: 90297-6170, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gern zur Verfügung.

 

Eröffnung der Fotoausstellung:

16. Mai 2017

14 Uhr

Rathaus Köpenick

Informationen zur Ausstellung

 

 

Sommerhit 2017 der Jugendjury Treptow-Köpenick

Im Rahmen des Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick konnten Jugendliche ihre Kreativität in einem Hip-Hop-Workshop ausleben. Das Projekt BEGEGNUNG hat hierfür Refpolk und Daisy Chain eingeladen, um gemeinsam mit den Jugendlichen DEN Sommerhit 2017 zu basteln.

 

Also ab zur Homepage vom Projekt BEGEGNUNG und die Boxen laut gestellt:

http://projekt-begegnung-hdjk.de/wp-content/uploads/2017/04/Cafe-K%C3%B6penick_V2.mp3

 

BEGEGNUNG logo 2015 weiß

 

 

Bewerbung auf Mittel aus den Aktionsfonds 2017 starten!

Pressemitteilung vom 10.01.2017
 

Auch 2017 besteht für Aktive, die demokratische Prozesse im Bezirk stärken wollen, die Möglichkeit, sich auf Mittel aus den Aktionsfonds der „Partnerschaften für Demokratie“ zu bewerben. Die Partnerschaften werden im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Im Fördergebiet Schöneweide stehen insgesamt 25.000 Euro im Aktionsfonds zur Verfügung. Antragsfrist für die Ausschüttungsrunde ist der 15. März 2017. Für Projekte unter 500 Euro kann sich das ganze Jahr über auf Mittel aus dem Initiativfonds beworben werben.

In Treptow-Köpenick umfasst der Aktionsfonds 32.000 Euro. Anträge ab 1.500 Euro können bis zum 31. März 2017 gestellt werden. Summen unter 1.500 Euro können ganzjährlich beim Initiativfonds beantragt werden.

Schon 2015 und 2016 konnten unterschiedlichste Projekte im Bezirk durch die Projektförderung der Partnerschaften für Demokratie realisiert werden. "Wir freuen uns auch in diesem Jahr über innovative und inklusive Projektideen", so Denny Schlüter von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaften. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein eigens eingerichteter Begleitausschuss, welcher sich aus Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammensetzt. Es wird empfohlen, zur Antragsberatung mit der externen Fach- und Koordinierungsstelle im Zentrum für Demokratie Kontakt aufzunehmen.

Nähere Informationen zum Bundesprogramm sowie zur Antragsstellung finden Sie unter www.koordinierung-in-tk.de

Telefonische Nachfragen sind unter 030 | 654 87 2 93 möglich.

 

Flyer - Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick [PDF, 907 KB]

Flyer - Partnerschaft für Demokratie Schöneweide [PDF, 926 KB]

PfDs